Nach der Vereinsbefragung durch den Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen steht nicht mehr die Frage im Raum, ob weitergespielt werden soll im westfälischen Fußball, sondern wie ein Saisonabbruch vonstatten gehen soll.
◦Rund 1.000 Vereine (von 1.500 ) sprechen sich laut einer Umfrage des FLVW für einen Abbruch der Saison 2019/2020 aus.
◦Der Verband nimmt das Votum sehr ernst, versichert der Vizepräsident Fußball Manfred Schnieders.
◦Es müssen allerdings noch einige hohe Hürden genommen werden.
Auch der Recklinghäuser Kreisvorsitzende Hans-Otto Matthey hält einen Abbruch der Spielzeit 2019/2020 für den einzig sinnvollen Weg. Bleibt die Gretchenfrage: Wird es Aufsteiger geben oder wird die Spielzeit einfach annulliert? Matthey legt sich fest: „Ich persönlich plädiere dafür, einen Aufstieg zu organisieren. Die Möglichkeiten dazu sind da.“
Allerdings steht der hiesige „KV“ bei der Entscheidung nicht alleine. Ein Konsens muss her, den die Verbandsspitze und alle Kreisvorsitzenden mittragen – und den nicht zuletzt die Vereine wollen. Eine Regelung soll her, die im gesamten Verbandsgebiet des FLVW von der Oberliga Westfalen bis in die Kreisliga D greift.
Ein Marathon an Videokonferenzen
Wann es die geben wird, ist offen. In einer für Donnerstag angesetzten Videokonferenz, an der neben den Kreisvorsitzenden auch das Präsidium zugeschaltet sein wird, dürfte das Thema sein, wie ein Exit organisiert wird und wie lange die Gremien brauchen, um alles rechtssicher zu machen. Matthey betont: „Niemand in den Verbänden hat in der Spielordnung solch einen Fall vorhersehen können, wie er jetzt eingetreten ist.“ FLVW-Vizepräsident Manfred Schnieders spricht bei der Corona-Pandemie von einem für den Sport „unabwendbaren Ereignis“.
Ein Verbandstag dürfte kaum zu organisieren sein
„Stand heute müsste bei einem solch weitreichenden Beschluss ein außerordentlicher Verbandstag einberufen werden“, erläutert Schnieders. Nicht nur, dass für diesen Fristen eingehalten werden müssen –angesichts von mehreren hundert Delegierten ist die organisatorische Machbarkeit einer solchen Versammlung eine Frage, die sich aktuell ebenfalls stellt.
Der FLVW-Vizepräsident hofft auf andere Lösungen: „Daher wird es in den nächsten Tagen noch einen Marathon an Videokonferenzen auf verschiedensten Ebenen geben.“
von Olaf Krimpmann / Medienhaus BauerOlaf Krimpmann / Medienhaus Bauer
