| Das Jahr 1933 brachte nicht nur politische Umwandlung in Deutschland, sondern hatte auch eine Umstruktuierung im Sportbereich zur Folge.
Mit der Auflösung der Regionalverbände wurden auch keine Regionalmeisterschaften mehr ausgetragen. An ihre Stelle traten zum ersten Mal eine reichsweit einheitliche Spielklasse, die Gauliga. Deutschland wurde fußballerisch in 16 Sportgaue eingeteilt, in denen im Regelfall eine zehn Mannschaften umfassende einstaffelige Liga eingerichtet wurde. Die Spielvereinigung Erkenschwick 1916 e V. gehörte somit zum Gau 7 Westfalen. Den Unterbau der Gauliga bildeten fünf Bezirksklassen. Unterhalb der Bezirksklassen befanden sich die Kreisklassen. Der Auf- und Abstieg sollte entsprechend den bisherigen Erfahrungen so erfolgen, dass in jeder Klasse zwei Vereine auf- und zwei Vereine absteigen. Für die Schaffung von neuen Spielklassen erhielten die Gauführer absolute Vollmachten. Hiervon machte Gauführer Becker gebrauch und billigte dem Kreis Recklinghausen nachträglich zwei Gruppen (Gruppe Bocholt und Gruppe Recklinghausen) der ersten Kreisklasse mit je acht Vereinen zu. Weiterhin gab es in der Gruppe Recklinghausen noch eine 2. und 3. Kreisklasse und eine Aufbauklasse, in die beispielweise Blau-Weiß Oer eingruppiert wurde. Zurückversetzung in die 1. Kreisklasse Durch die politische Neuordnung wurde die Spielvereinigung Erkenschwick aus der "1. Bezirksklasse Gruppe Westkreis" wieder zurückversetzt in die 1. Kreisklasse des Kreises Recklinghausen (Gruppe Recklinghausen). Sportlich somit von der 2. Liga runter in die 3. Liga. Aus wirtschaftlicher Sicht kam das der Spvgg. aber nicht ungelegen. |
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| Der Spielerkader 1933/1934 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Aus der 2. Mannschaft wurden bei Bedarf abgerufen die Spieler Müller, Lorenz, Nowak, Loker, Schellhase, Oyrodewski, Raupach und Barchnitzki. |
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| Teilnehmer 1. Kreisklasse Recklinghausen Gruppe Recklinghausen Saison 1933/1934 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Nach der sportlichen Umgestaltung fand sich die Spvgg. wieder in der ersten Kreisklasse der Gruppe Recklinghausen mit weiteren sieben Mannschaften. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Bemerkenswert ist, daß in dieser Spielklasse nicht mehr ausschließlich Vereine aus dem Kreis Recklinghausen befanden. Es waren alles Mannschaften. die einander kaum in etwas nachstanden. Nach Korrektur durch den Gauführer Becker wurde der Tabellenzweite der 1. Bezirksklasse in der Spielsaison 1932/33 Germania Datteln, der neuen Bezirksklasse zugeteilt. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Aus dem Vorjahr übrig gebliebene Vereine:
Aus der 2. Bezirksklasse:
Aus der 1. Bezirksklasse:
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| Unsere Spiele in der 1. Kreisklasse Recklinghausen in der Saison 1933/1934 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Der Spielbetrieb der 1. Kreisliga Recklinghausen startete am 17. September 1933. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Aber die Motivation hielt nicht lange. Verloren wurden auch die Rückspiele gegen Werne und Hüls und als Höhepunkt am Jahresende, von der Sportpresse als Sylversterscherz bezeichnet, mussten die Erkenschwicker Zuschauer miterleben, wie ihre eigene Mannschaft auf eigenem Platz gegen den Tabellenletzten VfB Waltrop 1:4 auseinandergenommen wurde. Jetzt kamen die Erkenschwicker sogar in Abstiegsgefahr. Das Ende der Serie wurde im Tabellenkeller abgeschlossen, es wurde eine total verkorkste Saison. Herausragendes Ergebnis war ein 6-2 Heimsieg gegen den Titelaspiranten SuS Hüls am 25.02.1934. |
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| Abschlußtabelle 1. Kreisklasse Recklinghausen Saison 1933/1934 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Das Spieljahr wurde in der Meisterschaftsserie mit 11-17 Punkten und einem Tabellenmittelplatz abgeschlossen. |
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| Ergebnisse Freundschaftsspiele 1933/1934 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Der Freundschaftsspielcharakter war damals sicherlich höher einzustufen als es heute der Fall ist. Einen klassenhöheren Verein zu besiegen war eine Sache der Ehre und des sportlichen Ruhms. Mit solchen Erfolgen zog man nachhaltig die Aufmerksamkeit der Fußballfreunde auf sich. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Der Spielvereinigung gelang dies gegen den Bezirksligisten Spvgg 07/12 Herten. Am 10.5.1934 wurde auf dem Sportplatz an der Lusenheide der klassenhöhere Ortsnachbar, deutlich mit 6-2 deutlich geschlagen. Es war eines der letzten Spiele auf der "Luisenheide". Das neue Stadion an der Stimbergstraße ging seinem Bauende entgegen und sollte bald eingeweiht werden. |
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Alle ESV-Freunschaftsspiele im Überblick: |
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| zur Saison 1934/1935 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Quellenverzeichnis:
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In der Saison 1933/34 gingen die Gleichschaltungen im deutschen Fußball durch die Nationalsozialisten, die bereits in der Endphase der Vorsaison begonnen hatten, weiter. Die sieben bestehenden traditionsreichen Regionalverbände wurden aufgelöst. Der Deutsche Fußball-Bund wurde zwar nicht aufgelöst, hatte aber praktisch keine Funktion mehr. Große Widerstände seitens der DFB-Funktionäre gab es dabei nicht.
Die Spvgg. Erkenschwick verlor das erste Spiel sofort haushoch gegen Schwarz-Weiß Meckinghoven mit 2:6. Dann folgten zwei erfreuliche Siege gegen SV Disteln und VfL Werne.
Absteiger in der 2. Kreisklasse Recklinghausen: VfB Waltrop, SV Hochlar 1928