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Aus Verkehrs- und Rationalisierungsgründen, die ihre Ursachen im Weltkrieg fanden, wurde auf Bezirksklassenebene eine eigene Staffel Recklinghausen aufgestellt.
Es schien gespenstisch, dass Fussball mit hoher Zuschauerbeteildigung gespielt wurde, während zur gleichen Zeit beim stürmen der Häuserblocks in Starlingrad massenweise getötet wurden. Die spielerische Erfolge, die man im Spieljahr 1942/43 errang, waren nicht zuletzt der intensiven Trainingsarbeit des Alt-Internationalen Ernst Kuzorra zuzuschreiben, der seine Trainingsarbeit bei der Spielvereinigung aufnahm. Interessant zu vermerken ist, daß Ernst Kuzorra gleichzeitig "Konkurrent" des Verein als noch aktiver Spieler des FC Schalke 04 gewesen ist. Er hatte es jedoch hervorragend verstanden, seine Aktivität in Gelsenkirchen-Schalke und seine Trainingsarbeit in Oer-Erkenschwick zu lokalisieren. |
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| Der Spielerkader 1942/43 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Im Spieljahr 1942/43 wurden, bedingt durch die vielen "Panzerschichten" auf der Schachtanlage, eine erhebliche Anzahl von Spielern eingesetzt, um den Spielbetrieb aufrechterhalten zu können. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Des weiteren kamen zum Spieleinsatz Raupach, Picker, Lienhardt, Smigielski, Silvers und Kantorek. |
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| Saisonverlauf und Ergebnisse Bezirksklasse, Gruppe Recklinghausen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die neue Serie startete die Spvgg. auswärts gegen Sportfreunde Gladbeck und erreichte ein 2:2 Unentschieden; beide Tore schoss der Mittelstürmer. Im Laufe der Hinserie setzten sich die Schwicker an die Tabellenspitze, hart bedrängt von der Spvgg. Herten. Infolge der Niederlage gegen diesem 1. Verfolger am 27.12.1942 übernahmen die Hertener die Tabellenführung. Die Spvgg. Erkenschwick musste ohne seine gesperrten Spieler antreten, unter ihnen auch der Torwart. Herten profilierte stark davon. Am ersten Sonntag nach der Jahreswende, am 03.01.1943, musste der VfL Suderwich ins Hindenberg-Stadion. Mit einem Sieg mit 6:2 Toren gewann Erkenschwick die Partie. Innerhalb von vier Minuten soll Henker in der Sturmmitte vor etwa 1.000 Zuschauern drei Tore geschossen haben. Gegen Schluss vollendeten der Linksaußen und der Halbrechte den Torreigen. Die Spielvereinigung, so schien es, liebäugelte mit der Meisterschaft und träumte von der höchsten Liga. Im Spiel am 31.01.1943 gegen SuS Hüls gewann die Erkenschwicker in einem schwungvoll durchgeführten Spiel. Mit 7:3 konnte man eine vollwertige Revanche für die in Hüls erlittene Schlappe nehmen und hatte gleichzeitig seinen 3-Punktvorsprung gewahrt. Vor rund 1.500 Zuschauern führte der Gastgeber innerhalb von 15 Minuten durch Tore duech Ludorf, Matejka und Sperl. In Marl gewannen die Schwicker gegen die Spvgg. Marl mit 4:3 und am Sonntag, den 14. Februar, verlor der VfB Bottrop 2:6 und die Spvgg. Erkenschwick konnte bereits die Bezirksligameisterschaft für die Saison 1942/43 feiern.... |
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* Das besondere Spiel:
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| Abschlußtabelle Bezirksklasse, Gruppe Recklinghausen Saison 1942/1943 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Nach Abschluss der Spielserie wurde die Spielvereinigung überlegen Gruppenmeister mit einem Punkteverhältnis von 28:8 vor der Spvg. Marl und der Spvgg. Herten. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Teilnehmer zur Aufstiegsrunde Gauliga West:
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Nun bereiteten sich die Spieler der 1. Mannschaft auf die Aufstiegsspiele zur Gauliga Westfalen vor.... |
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| Aufstiegsrunde zur Gauliga Westfalen Gruppe 1 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Teilnehmer Aufstiegsrunde zur Gauliga Westfalen:
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Zwischen den Abschluß der Meisterschaftsrunde und den beginnenden Aufstiegsspielen lag nur eine Ruhezeit von acht Tagen. Zum ersten Wettstreit musste die Spvgg. Erkenschwick am 9. Mai 1943 gegen Preußen Münster antreten. Auf eigenem Platz erhofften die Münsteraner einen knappen Sieg, doch sie mussten sich mit einem 1:1 und einer Punkteteilung begnügen. Das Spiel wurde laut Spielbericht von beiden Mannschaften mit großem Eifer durchgeführt. Die Preußen erzielten den ersten Treffer, Matejka glich für die Erkenschwicker Mitte der Zweiten Halbzeit aus. Im zweiten Spiel am 16. Mai bei der Sportgemeinschaft Wattenscheid, für viele der Favorit in den Aufstiegsspielen, stand es kurz vor Schluss 2:4 aus Sicht der Schwicker, als die Begegnung wegen Fliegeralarm abgebrochen wurde. Das Spiel musste wiederholt werden. Am 30. Mai kam Reichsbahn Wanne zum Duell zum Stimberg und waren auf dem Papier der Favorit, da sie einen hohen 7:2-Sieg gegen Münster im Gepäck hatten. Die über 2.000 Zuschauer erlebten einen Fußballkampf, wie man ihn gerne sieht. Die Gesamtleistung beider Mannschaften stand auf hohem Niveau. Auch die Torfolge beim 5:5 Endstand war ganz dazu angetan, die Spannung bis zum Schlusspfiff nicht abreißen zu lassen. Kalli Matejka war mit mit drei Treffern am erfolgreichsten, Ludorf und Sperl trafen je einmal. In der Tabelle war bisher noch nichts passiert. Am 13. Juni erfolgte das Rückspiel bei Reichsbahn Wanne. Die Besuchger sahen von Beginn an bis zum Ende ein spannendes Spiel, das mit einem verdienten Erkenschwicker 5:2-Sieg endete. Wie man erwartet hatte, kam es in der Rückrunde gegen Münster am 18. Juli im Hindenburgstadion vor 5.000 Zuschauern zu einer Auseinandersetzung, die bis zum Schlusspfiff alle in Atem hielt. Das Spiel endete mit einem knappen 3:2-Heimsieg. Mit dem Schlusspfiff umbrauste den Sieger lauter Jubel. Die Spvgg. Erkenschwick eroberte damit die Tabellenführung in der Aufstiegsrunde. Am nächsten Sonntag konnte die Spielvereinigung mit einem Sieg im eigenen Stadion ihr Sehnsuchtsziel Gauliga erreichen. In der Hoffnung auf ein siegreiches Spiel strömten die Zuschauer ins Stadion. Es waren nochmals mehr Fußballfreunde als am vorletzten Sonntag beim Spiel gegen Preußen Münster. In der 11. Minute brach der junge Mittelstürmer Lienhardt den Bann und erzielte den ersten Treffer. Das Spiel gewann an Tempo. Und wieder war es Sperl, der zum 2:0 einschießen konnte. Nach Eckbällen fielen noch vor der Pause durch Sperl und Ludorf die Tore 3 und 4. Beim Stand von 5:0 verlor das Spiel an Spannung. Gegen Spielende gelang den Gästen schließlich doch noch das Ehrentor. Nach dem Apfiff ließ die Betriebsführung der Zeche Ewald-Fortsetzung der Mannschaft als Dank für den großartigen Einsatz, der zu dem schönen Erfolg geführt hatten, einen Blumenstrauß überreichen. Gemessen an der fantastischen Spielweise des Vorsonntages war die Mannschaft dann am 1. August im bedeutungslosen Wiederholungsspiel bei die SG Wattenscheid nicht wiederzuerkennen und ging mit 0:5 kläglich unter. Die Sportschriftleitung der Recklinghäuser Zeitung gratulierte der Spvgg. Erkenschwick zu dem schönen Erfolg in der Aufstiegsrunde. Das ganze Vest Recklinghausen war stolz, auch im Fußball wieder einen Vertreter in der höchsten Liga zu haben. |
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*INFO: Abbruch in Wattenscheid Wegen Fliegeralarm und schweren Bomberangriffen auf das Ruhrgebiet wurde das Spiel 13 Minuten vor dem Abpfiff abgebrochen. Wiederholung war am 1. August 1943 |
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| Tabelle Aufstiegsrunde zur Gauliga Westfalen Gruppe 1 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| *WERTUNG: Wattenscheid verlor ein Punkt aus den Spiel bei Preußen Münster, da sie in dieser Begegnung einen Spieler eingesetzt haben, der nicht wenigstens an zwei Meisterschaftsspielen teilgenommen hatte. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Aufsteiger in die Gauliga Westfalen:
Mit 8-4 Punkten war der Aufstieg zur Gauliga geschafft. |
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Die Spielvereinigung 1916 Erkenschwick konnte somit einen triumphalen Erfolg vorweisen. |
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INFO: Gauliga
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| Tschammerpokal 1942 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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In diesem Wettbewerb wurde der "alten Tradition" treu geblieben. Man scheiterte zum wiederholten Male bereits in der 1. Runde auf Kreisebene. Diesmal zog man beim SuS Hüls mit 1-2 den kürzeren. |
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Deutscher Pokalsieger 1942: TSV 1860 Münc |
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| Ergebnisse Freundschaftsspiele 1942/1943 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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In der Spielzeit 1942/43 wurden insgesamt 7 Freundschaftsspiele abgeschlossen. Das herausragende und für Erkenschwicker Verhältnisse als "Fußball-Großereignis" zu wertende Freundschaftsspiel fand im Stimberg-Stadion am 28.3.1943 statt. Gegner war der FC Schalke 04, der zu diesem Zeitpunkt bereits mit der Empfehlung eines sechsfachen Deutschen Meisters (1934, 1935, 1937, 1939, 1940, 1942) und einmaligen Deutschen Pokalsiegers (1937) aufwarten konnte. |
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Spvgg. Erkenschwick - FC Schalke 04 2:6 Spvg
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| Zur Saison 1943/1944 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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In der Vierten Kriegssaison 1942/43 begann die erste Folge in der neu geschaffenen Bezirksklasse Staffel Recklinghausen.

Gauliga (von 1939 bis 1942 Sportbereichsklasse) war der Name der höchsten Spielklasse des deutschen Ligafußballs von 1933 bis 1945. Mit ihr wurde zum ersten Mal eine einheitliche oberste Spielklasse im Deutschen Reich eingeführt. Sie trat an die Stelle verschiedener Regionalmeisterschaften, die nun nicht mehr ausgetragen wurden. Ihre Meister starteten in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft
hen (mit einem 2:0-Finalsieg am 15. November 1942 im Berliner Olympiastadion gegen FC Schalke 04)
g.: Dornhorst - Mil