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Am 8. Mai 1945 war der 2. Weltkrieg beendet. In allen Lebensbereichen mußte von vorn neu angefangen und aufgebaut werden. So auch im Sportbereich. Aller Anfang war schwer, zumal Recht und Ordnung von der alliierten Besatzungsmacht gesprochen und aufrechterhalten wurde. Man war jedoch bestrebt, über den Sport eine völkerverständigende Brücke zu den Alliierten zu schlagen, die als solche in der Bewertung des politischen Geschehens absolut von höchster Wichtigkeit war. Der Neuanfang konnte leider nicht von allen Sportkameraden mitbegangen werden. Der Krieg hatte viele Lücken hinterlassen... |
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INFO: Hindenburg-Stadion in Stimberg-Stadion unbenannt Auf Anordnung der Militärverwaltung Im Juni 1945 durfte das 1934 eingeweihte Stadion nicht mehr "Hindenburg-Stadion" heißen. Es wurde daher in "Stimberg-Stadion" unbenannt. Der bis heutige gültige Name unserer Sportanlage. |
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Eine Punktspielrunde (Meisterschaftsserie) gab es in 1945 noch nicht. Aus Organisationsgründen verzögerte sich diese bis zum Februar 1946. Man war daher bestrebt, um ausreichende Spielpraxis zu bekommen, viele Freundschaftsspiele abzuschließen. Dies war nicht immer leicht und manchmal mit Schwierigkeiten verbunden. Durch Verhandlungsgeschick des Vereinsvorsitzenden Beckmann und das damaligen Bürgermeisters der Gemeinde Oer-Erkenschwick Hans Wagner, mit der britischen Militärverwaltung ist es gelungen, offiziell eine Spielgenehmigung für Fußballsportveranstaltungen zu bekommen. |
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| Das erste Spiel nach den 2. Weltkrieg | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Am 5. August 1945 erfolgte dann die Wiederaufnahme des Spielbetriebes durch die Spielvereinigung im Stimberg-Stadion.
Jule Ludorf erzielte für die Spielvereinigung das Tor. Schiedsrichter der Begegnung war der Sportkamerad Overmann aus Recklinghausen. Neisen hielt einen Elfmeter von Tibulski. Mehr als 15.000 Zuschauern sahen das Spiel, unter ihnen Tausende von britischen Soldaten, die für die spannenden Spielszenen spontanen Beifall spendeten. Erstmals eingesetzt wurde Siegfried Rachuba, der kurz zuvor vom SV Germania Datteln nach Erkenschwick wechselte. |
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Spvgg. Erkenschwick - FC Schalke 04 1:1
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| Die Spiele danach | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Spiele in der Zeit vom 19. August bis zum 2. September 1945 gegen eine Stadtauswahl Marl (3-1 gewonnen), eine englische Soldatenelf (4-1 gewonnen) und gegen den SC Buer-Hassel (2-4 verloren) verliefen problemlos.
Der Ausrichtung des Spiels gegen den SV Sodingen stand somit nichts mehr im Wege. Das Spiel wirde 3-2 gewonnen. Es soll auch nicht unerwähnt bleiben, daß Mannheimer in diesem Spiel gleichzeitig das Tor der Spielvereinigung hütete und seinen Teil zum Sieg beitrug. |
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| Überblick über alle Freundschaftsspiele der Saison 1945 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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In der Zeit vom 5.8.1945 bis zum 30.12.1945 wurden insgesamt 25 Freundschaftsspiele ausgetragen. Davon wurden 17 siegreich beendet, 5 Unentschieden und nur 3 Niederlagen. Das Torverhältnis von 140:61 spiegelte die Schußkraft der Sturmreihe wieder. Torschützenkönig wurde Jule Ludorf mit 55 Toren, dann folgte Rachuba mit 34 Toren und Matejka mit 15 Toren. Weit über 100.000 Zuschauer (!) sahen die Mannschaft am "Stimberg" siegen oder auch unterliegen. An dieser immensen Zuschauerzahl kann man ersehen, wie sehr sich die Menschen nach dem Weltkrieg nach Abwechslung und Frohsinn sehnten! |
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Alle Spiele von 1945 in der Übersicht: |
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| Zur Saison 1946 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nach einer Spielpause von fast 7 Monaten (vom 7. Januar bis 5. August 1945) konnte wieder ein Fußballspiel stattfinden. Ein Freundschaftsspiel gegen den ruhmreichen und mehrfachen Deutschen Meister FC Schalke 04 wurde abgeschlossen.
Für das beabsichtigte Freundschaftsspiel am 9. September 1945 gegen den SV Sodingen mußte erst die Militärregierung erneut eingeschaltet werden. Genau an diesem Tage wollte die K.P.D (die Kommunistische Partei Deutschlands) eine Versammlung innerhalb des Stimberg-Stadions abhalten und ihren Einflußbereich vergrößern. Das hätte zur Folge gehabt, daß das Freundschaftsspiel entweder verschoben worden wäre oder auf den Stimberg-Vorplatz hätte verlegt werden müssen. Durch besondere Initiative und Intervention des 2. Vorsitzenden, Kurt Mannheimer, beim "Commanding-Officer" für den Bereich Oer-Erkenschwick/Recklinghausen wurde eingereicht, daß die K.P.D. ihre Versammlung nur außerhalb des Stimberg-Stadions abhalten durfte.
Es muß in diesem Zusammenhang auch positiv erwähnt werden, daß die britische Besatzungsmacht zur Versöhnung oft genug bereit gewesen ist. Allein im September 1945 trat eine britische Armeeauswahl auf die Spielvereinigung im "Stimberg"Stadion.