Saison 1977/1978 - Neue Wege in Erkenschwick

Der gute sportliche Ruf ist Vergangenheit seit dem Moment, als der Abstieg aus dem bezahlten Fussballlager nicht mehr zu vermeiden war. Das abgelaufende Spieljahr 76/77 in der Verbandsliga Westfalen stellte sich für die Verantwortlichen des Vereins im nachhinein schlichtweg als Enttäuschung dar. Neue Wege sollten gegangen werden.

brueggemann detlevMit Beginn des neuen Spieljahres 1977/1978 versuchte man mit anderen, als den bisher praktizierten Mitteln wieder in das Rampenlicht des Interesses zurückkehren. Als neuer Spielausschußvorsitzender und "Sponsor" wurde Heinz Kerbaum verpflichtet.

Als Garant für eine Erstarkung der mannschaftlichen Geschlossenheit des Spielerkaders konnte man Detlev Brüggemann engagieren, der bereits voher Erfahrungen im Zweitliga-Fussball sammelte. Detlef Brüggemann löste Theo Gründgens ab, der wiederum nur als "Notstopfen" für den nur kurzzeitig in Erkenschwick tätigen Karl-Heinz Mozin verpflichtet wurde. Die Begeisterung, die bei den Spielern herrschte, erleichtete dem Gespann Brüggemann und Kerbaum die Arbeit.

Umgebautes Stimberg-Stadion eingeweiht

stimbergstadion altErfreulich war zu vermerken, daß das umgebaute Stimberg-Stadion "schlüsselfertig" von der Stadt Oer-Erkenschwick der Spielvereinigung zur Benutzung und Verwendung übergeben wurde. Die Mühen mit der Planung, dem Entwurf, Baugenehmigungsverfahren, Finanzierungsmöglichkeiten und was sonst alles daran hing, hatten sich gelohnt und bezahlt gemacht. Im Herzen der Stadt war ein schmuckes und zweckmäßiges Stadion entstanden mit einer Tribüne für 2.700 Zuschauern, neu ausgebauten Rängen für 20.000 Zuschauern, einem neuen Stadioneingang an der Engelbertstraße, ganz modernen leichtathletischen Anlagen einschließlich einer pflegeleichten Kunststoffbahn, mit zwei wiederhergestellten Vorplätzen und eine neue Umkleide- und Geräteraum.

Das erste Meisterschaftsspiel im "neuen Gewand" wurde am 24. August 1977 im Spitzenspiel gegen DSC Wanne-Eickel ausgetragen (s.u.)

Die intensiven Umbauabeiten von 1974 bis 1977 gaben dem Stadion das heutige "Gesicht".

 

 Neue Fußballregel ab 1977/78: Zeitverweis für Amateure

logo fifa bis 2009Im gesamten westdeutschen Amateur-Fußballis wurde zur neuen Saison die "Fünf-Minuten-Strafe" eingeführt. Auf Wunsch des DFB beteiligen sich die Amateure dem dreijährigen Modellversuch, in dem der Weltfußballverband Erfahrungen mit dem Zeitverweis sammeln wollte. Die Fünf-Minuten-Strafe, als Ahndungsmöglichkeitfür Unsportlichkeiten zwischen der Verwarnung (gelbe Karte) und dem Feldverweis (rote Karte) einzustufen, galt als Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters und war damit sportgerichtlich nicht anfechtbar. Die Strafe wurde ab der Spielzeit 1978/1979 auf zehn Minuten ausgedehnt und 1991 von der Gelb-Roten Karte abgelöst.  

 
Der Spielerkader 1977/1978
Im Spielerkader selbst gab es etliche Veränderungen. Der Kader bestand aus 28 (!) Spielern, von denen jedoch ein Großteil nur als Ersatz diente oder im Amateurbereich aushalf.

      INFO: Kader 77/78

  • Tor: Manfred Polfuss, Malessa, Dobslaw
  • Abwehr: Gerd Deutschmann, Herbert Pureber, Buss, Nierobisch, Mertinat, Günter Herbert, Rudolf Bombosch
    Mittelfeld: Hans-Werner Melis, Erwin Häming, Gisbert Horsthemke, Klaus Kerkemeier, Horst (Pat) Koschmieder, Sönke Wortmann, Werner Apitsch, Reinhold Deus, Uwe Kükenshöner
  • Angriff: Moritz Walter, Gisbert Paus, Hansi Petek, Günter Saak, Peter Andres, Kaminski, Johannes Kamps, Falkewicz, Nowicki, Mario Randzio, Peter Drenks
  • zugängeZugänge: Kerkemeier, Deus, Pureber (alle Westfalia Herne - ab 01.10.17 spielberechtigt), Kamps (VfL Rhede), Bombusch (SG Langenbochum), Melis (SV Burlo), Herbert (FC Brünninghausen), Mundt, Manfred Kazubski (beide Rot-Weiß Erkenschwick), Ingo Eisen, Bernd Kraudelt (beide SC Recklinghausen), Neisen (SV Vestia Disteln), Buß (Spfr. Herten), Klaus Sielaff, Jürgen Apitsch (beide FC Erkenschwick), Neisner (SG Suderwich), Sönke Wortmann (eigene Jugend), Peter Drenks (Spielberechtigt ab April 1978)
  • abgängeAbgänge: Detlev Schramm (SSV Hagen), Karl-Heinz Korte (TuS Frömmern), Karl-Heinz Porschke, Hansi Petek  (beide TuS Haltern), Lutz Philipp (1. FC Bocholt), Georg Schymetzek (Holzwickede), Wolfgang Berger (hörte auf), Meinhardt Erken (unbekannt).   

Trainer:

  • detlev brüggemannDetlev Brüggemann (1. Saison) = alle 34 Meisterschaftsspiele 1977/78

 Er löste Theo Gründken ab.

Ergebnisse Verbandsliga Westfalen Gruppe 2
 *INFO: Die Spvgg. erhielt beide Punkte aus dem Auftaktspiel (0:0) beim VfB Altena. Den Grund dazu lieferte der ehemalige Wanne-Eickeler Mittelstürmer, den Altena 24 Stunden zu früh eingesetzt hatte. Staffelleiter Willi Steinmann aus Bielefeld, konnte gar nicht anders handeln, als den Erkenschwickern beide Punkte und dazu noch 2:0 Tore zuzusprechen!
Spt. Datum Begegnung Ergebnis Zuschauer
01 10.08.1977 VfB Altena - Spvgg. Erkenschwick 0:0* (0:2-Wertung) 800
02 14.08.1977 Spvgg. Erkenschwick - VfL Bochum Am. 2:1 (1:1) 1.000
03 21.08.1977 SV Holzwickede - Spvgg. Erkenschwick 2:3 (1:1) 2.300
04 24.08.1977 Spvgg. Erkenschwick - DSC Wanne-Eickel 0:1 (0:1)** 3.000
05 28.08.1977 Spfr. Siegen - Spvgg. Erkenschwick 3:1 (1:0) 2.800
06 04.09.1977 Spvgg. Erkenschwick - SuS Hüsten 4:0 (2:0) 1.000
07 11.09.1977 Spvgg. Erkenschwick - SC Recklinghausen 1:2 (1:0) 3.500
08 25.09.1977 VfL Gevelsberg - Spvgg. Erkenschwick 1:1 (0:0) 1.200
09 02.10.1977 Spvgg. Erkenschwick - TuS Neuenrade 2:0 (0:0) 1.000
10 16.10.1977 SG Wattenscheid 09 Am. - Spvgg. Erkenschwick 1:0 (1:0) 800
11 23.10.1977 Spvgg. Erkenschwick - TSV Bigge-Olsberg 4:0 (2:0) 800
12 30.10.1977 VfL Bad Berleburg - Spvgg. Erkenschwick 0:3 (0:1) 500
13 06.11.1977 Spvgg. Erkenschwick - BV Brambauer 3:0 (0:0) 1.500 
14 13.11.1977 Hellweg Lütgendortmund - Spvgg. Erkenschwick 1:2 (1:0) 700
15 16.11.1977 Spvgg. Erkenschwick - TuS Iserlohn 1:2 (0:1) 1.700 
16 27.11.1977 Eintracht Recklinghausen - Spvgg. Erkenschwick 1:1 (0:0) 2.200
17 04.12.1977 Spvgg. Erkenschwick - SSV Hagen 2:1 (0:1) 1.200
18 08.01.1978 Spvgg. Erkenschwick - VfB Altena 2:0 (0:0) 1.500
19 15.01.1978 VfL Bochum Am. - Spvgg. Erkenschwick 1:3 (1:2) 400
20 22.01.1978 Spvgg. Erkenschwick - SV Holzwickede 3:1 (2:0) 2.300
21 29.01.1978 DSC Wanne-Eickel - Spvgg. Erkenschwick 0:3 (0:1) 3.200
23 19.02.1978 SuS Hüsten 09 - Spvgg. Erkenschwick 1:2 (0:1) 1.300
24 26.02.1978 SC Recklinghausen - Spvgg. Erkenschwick 1:4 (1:2) 4.500
22 05.03.1978 Spvgg. Erkenschwick - Spfr. Siegen 3:3 (3:1) 4.500
25 12.03.1978 Spvgg. Erkenschwick - VfL Gevelsberg 3:3 (2:2) 3.000
27 25.03.1978 Spvgg. Erkenschwick - SG Wattenscheid 09 Am. 2:0 (1:0) 1.800
28 29.03.1978 TSV Bigge-Olsberg - Spvgg. Erkenschwick 1:4  
29 02.04.1978 Spvgg. Erkenschwick - VfL Bad Berleburg 5:0 (3:0) 2.000
30 05.04.1978 BV Brambauer - Spvgg. Erkenschwick 0:1 (0:1) 1.000 
31 09.04.1978 Spvgg. Erkenschwick - Hellweg Lütgendortmund 0:0  
32 16.04.1978 TuS Iserlohn - Spvgg. Erkenschwick 1:1 (0:0) 1.000 
33 23.04.1978 Spvgg. Erkenschwick - Eintracht Recklinghausen 0:4 (0:0) 4.500
26 26.04.1978 TuS Neuenrade - Spvgg. Erkenschwick 2:4 (0:1) 600
34 30.04.1978 SSV Hagen - Spvgg. Erkenschwick 0:4 (0:3) 100 

**Das besondere SpielMeisterschaftsvorentscheidung am Stimberg ?

Als Tabellenführer traf die Spielvereinigung am 4. Spieltag, auf dem Tabellenzweiten DSC Wanne-Eickel. Die Schwarz-Roten beherrschten vor 3.500 Zuschauern Ball und Gegner. Doch zuviele Chancen, insbesondere durch Paus und Anders, wurden ausgelassen, Durch einen frühen, "tödlichen" Konter der Gäste aus Wanne-Eickel wurde das Spiel dann mit 0:1 verloren. Die Herner übernahmen die Tabellenspitze, die sie am Saisonende auch inne hatten.

Spvgg. Erkenschwick - DSC Wanne-Eickel 0:1 (0:1)
Spvgg: Pospvgg erkenschwick 2014hlfuß - Dedsc wanne eickel 1969 2000utschmann logo rot, Koschmieder, Melis (46. Wortmann), Bombusch, Häming, Saak, Horsthemke, Paus Anders - Trainer: Detlev Brüggemann
Wanne: Biermann - Oehler, Gehlisch (75. Rasch), Höhmann, Kanduck, Schuhmacher (62. Preuß), Schröder, Peter, Kosien, Lücke, Eigenwillig
Tor: 0:1 Roland Kosien (5.)
Schiedsrichter: Wicher (Hamm)
Zuschauer: 3.000 (Stimberg-Stadion*)
Rote Karte: Gerd Deutschmann (Spvgg.) wegen Nachtreten
* Hinweis: Es war das erste Spiel im renovierten Stimberg-Stadion

BILANZ 77/78 Sp. S U N Tore Punkte
Heim 17 10 3 4 37:18 23:11
Auswärts 17 12 3 2 37:16 27:07
Gesamt 34 22 06 06 76:34 50:18
 Am Ende errangen die Schwicker mit 50:18 Punkten die Vizemeisterschaft
Die Spvgg. Erkenschwick qualifizierte sich somit für die neue Oberliga-Westfalen
Abschlusstabelle Verbandsliga Westfalen Gruppe 2 Saison 1977/1978
 
Platz Mannschaft Sp. Gesamt Tore  Diff. Punkte
01  DSC Wanne-Eickel 34 22-05-04 89:33 +56 55-13
02  Spvgg. Erkenschwick 34 22-06-06 76:34 +42 50-18
 03  VfL Gevelsberg 34 20-07-07 73:48 +25 47-21
 04  Sportfreunde Siegen 34 20-05-09 85:54 +31 45-23
 05  Hellweg Lütgendortmund 34 16-13-05 58:28 +30 45-23
 06  SuS Hüsten 09 34 17-06-11 70:59 +11 40-28
 07  SV Holzwickede 34 16-07-11 61:43 +18 39-29
 08  Eintracht Recklinghausen 34 14-11-09 56:40 +16 39-29
 09  VfB Altena 34 14-09-11 53:49 +04 37-31
 10  TuS Iserlohn 34 13-10-11 49:51 -02 36-32
 11  SC Recklinghausen 34 12-07-15 43:45 -02 31-37
 12  VfL Bochum Am. 34 10-11-13 52:57 -05 31-37
 13  SG Wattenscheid 09 Am. 34 08-13-13 41:47 -06 29-39
 14  BV Brambauer 1913 (N) 34 10-15-19 59:72 -13 25-43
 15  TuS Neuenrade 34 08-08-18 51:80 -29 24-44
 16  TSV Bigge-Olsberg 34 05-09-20 38:84 -46 19-49
 17  SSV Hagen 34 03-06-25 41:107 -66 12-56
 18  VfL Bad Berleburg (N) 34 01-06-27 19:83 -64 08-60
 

Finale um die Westfalenmeisterschaft:

  • am 10.05.1978: DSC Wanne-Eickeldsc wanne eickel 1969 2000 (Meister Verbandsliga 2) - 1.FC Paderborn (Meister Verbandsliga 2)  2:0
  • am 13,05.1978: 1. FC Paderborn - DSC Wanne-Eickel 1:2

      DSC Wanne-Eickel somit Westfalenmeister und Aufsteiger in die 2. Liga Nord.

DFB Logo 1945 bis 1995 svgLigareform im Jahr 1978: Der Auf- und Abstieg wurde vom Deutschen Fussball-Bund neu geregelt. Es wurden acht Amateur Oberligen als Unterbau der zweigeteilten 2. Bundesliga eingeführt. Im Landesverband Westfalen  wurde die "Amateuroberliga-Westfalen" gegründet, durch Zusammenfassen der jeweils besten neun Mannschaften der Verbandsliga-Staffeln Westfalen I und II.   

Aus der Verbandsliga Gruppe 2 schafften die Qualifikation für die neue Oberliga Westfalen:

spvgg erkenschwick 2014vfl gevelsbergsiegenDJK Hellweg Lütgendortmundsus huesten 09sv holzwickedeeintracht recklinghausenVfB Altena

 

 

 Spvgg. 1916 Erkenschwick, VfL Gevelsberg, Sportfreunde Siegen, Hellweg Lütgendortmund, SuS Hüsten 09, SV Holzwickede, Eintracht Recklinghausen, VfB Altena.

Desweiteren qualifizieren sich für die Oberliga Westfalen:

  • Verbandsliga Gruppe 1: 1. FC Paderborn, VfB Rheine, TuS Schloß-Neuhaus, SV Ahlen, Bünder SV, Spvgg. Emsdetten, Spvgg. Beckum, FC Gütersloh (entstanden aus der Fusion DJK Gütersloh und SVA Gütersloh), TSG Harsewinkel.
  • Dazu kam aus der 2. Liga Nord: SC Herford. 
  • Der SC Recklinghausen und der BV Brambauer wechseln in die Verbandsliga Gruppe 1.  
  •  Absteiger aus der Verbandsliga: SSV Hagen, VfL Bad Berleburg.
  •  Aufsteiger aus den Landesligen: BSV Menden, FC Schalke 04 Am, Rot-Weiß Unna, SC Gelsenkirchen 07, Sportfreunde Oestrich, SuS Niederschelden, Teutonia Lippstadt, VfL Klafeld. 
Torschützenliste 1977/1978
 
 Platz Name Verein Tore
1. Roland Kosien DSC Wanne-Eickel 28
2. Gisbert Paus Spvgg. Erkenschwick 24
3. Schmidt TuS Neuenrade 23
  Nickol Sportfreunde Siegen 23
5. Hermann Heringhausen VfL Gevelsberg 20
  Norbert Lücke DSC Wanne-Eickel 20
7. Boguslawski  SuS Hüsten 09 19
8. Achim de Vries TuS Iserlohn 17
  Hahne SuS Hüsten 17
10. Dieter Walter Spvgg. Erkenschwick 15
  Jakubowski VfB Altena 15
  Dieter Kurrat SV Holzwickede 15
  Büdenbender Sportfreunde Siegen 15
  ESV-Torschützen:
  • 24 Tore: Gisbert Paus
  • 15 Tore: Dieter, Walter,
  • 13 Tore: Gisbert Horsthemke,
  • 5 Tore: Horst Koschmieder,
  • 4 Tore: Klaus Kerkemeier,
  • 3 Tore: Günter Saak,
  • 2 Tore: Rudolf Bombosch, Reinhold Deus,
  • 1 Tor: Hans-Werner Melis, Erwin Häming, Sönke Wortmann, Herbert Pureber.
 Deutsche Amateurmeisterschaft 1977/1978

FLVWDer Fussballverband Westfalen konnte einen Vertreter melden. Die beiden Vizemeister der Verbandsligagruppen 1 und 2 mußten diesen einen Verterter in Hin-und Rückspiel ermitteln.

 1. Qualifikationsspiel zur Teilnahme an den Spielen der Deutschen Amateurmeisterschaft, Mittwoch, 10. Mai 1978, 18 Uhr (Sportplatz Deisen)
VfB Rheine - Spvgg. Erkenschwick 2:1 (0:0)
Rheine:vfb rheine Brspvgg erkenschwick 2014inker - Höfer, Leifken, Kobe, Steinmann, Schmidt, Eismann, Mensink, Schmidt, Leder, Schräer - Trainer: Drews
Spvgg: Polfuß - Pureber, Koschmieder, Melis, Bombosch, Walter, Kerkemeier, Horsthemke, Paus, Saak, Deus - Trainer: Detlev Brüggemann
Tore: 1:0 Leder (58.), 1:1 Klaus Kerkemeier (65.), 2:1 Leifken (83.)
Zuschauer: 1.200 (Sportplatz Deisen)
 Kerkemeiers Treffer läßt Erkenschwick noch hoffen
 2. Qualifikationsspiel zur Teilnahme an den Spielen der Deutschen Amateurmeisterschaft, Pfingstsamstag, 13. Mai 1978, 16 Uhr (Stimberg-Stadion)
Spvgg. Erkenschwick - VfB Rheine 2:0 n.V. (0:0/1:0)
Sspvgg erkenschwick 2014pvgvfb rheineg: Polfuß - Pureber, Deus (73. Sönke Wortmann), Melis, Koschmieder, Kerkemeier, Bombosch, Walter, Horsthemke, Paus, Saak (46. Drenks) - Trainer: Detlev Brüggemann
Rheine: Brinker - Höfer, Leifken, Karbowiak, Ruper (43. Stegemann), Brinkmann, Eismann, Schmidt (107. Roß), Mensink,Leder, Schräer - Trainer: Drews
Tore: 1:0 Gisbert Horsthemke (79.), 2:0 Peter Drenks (113.)
Zuschauer: 3.000 (Stimberg-Stadion)
 Publikumsovationen beim 2:0-Sieg in der Verlängerung gegen VfB Rheine

Die Spielvereinigung Erkenschwick setzte sich damit knapp durch und qualifizierte sich für die Spiele um die Deutsche Amateurmeisterschaft!

 
Modus: Jeder Regionalverband entsandte seinen Amateurmeister in den Wettbewerb. Gespielt wurde im k.o.-System mit Hin- und Rückspiel.

Vorrunde am 21.05.78 und 28.05.78 :

  • RPokal fuer den deutschen Amateurmeisteröchling Völklingen - ESV Ingolstadt 1:4 und 1:4;
  • Werder Bremen Amateure - SV Sandhausen 2:0 und 0:4;
  • VfB Lübeck - Preußen Berlin 3:1 und 2:0;
  • Eintracht Kreuznach - Rot-Weiß Oberhausen 3:1 und 2:1;
  • SV Baesweiler - VfB Oldenburg 5:4 und 1:0;
  • Eintracht Frankfurt Amateure - Barmbek-Uhlenhorst Hamburg 3:1 und 2:3;
  • FSV Salmrohr - FC Rastatt 0:0 n.V. und 1:1 n.V./2:4 n.E..

 der jeweils fettgedruckte Verein erreichte das Viertelfinale

 Achtelfinal-Hinspiel am 21. Mai 1978 (Stimberg-Stadion)

Spvgg. Erkenschwick - FV Bieberach 3:0 (3:0)
Spvgg.: Pspvgg erkenschwick 2014ohlfuß - Pureber, Melis logo gelbe karte(67. Drenks), Koschmieder, Deus - Bombusch, Kerkemeier (76. Wortmann), Horsthemke logo gelbe karte- Walter, Paus, Saak - Trainer: Detlev Brüggemann
Bieberbach: Modicki - Schley, Steinhäuser, Sauter, Ehrlicher (46. Oberhans) - Markovic, Pleyer logo gelbe karte, Michelberger logo rot- Huber (78. Weber), Frommer logo gelbe karte, Weisbrich - Trainer: Oberhanns
Tore: 1:0 Horst Koschmieder (10.), 2:0 Gisbert Paus (22.), 3:0 Günter Saak (25.)
Schiedsrichter: Rieb (Aachen)
Zuschauer: 4.200 (Stimberg-Stadion)
Gelbe Karten: Melis, Horsthemke - Pleyer, Frommer
Rote Karte: Michelsberger (Bieberach)

 Bieberbach enttäuscht

Ganz beruhigt kann die Spvgg. Erkenschwick zum Rückspiel nach Bieberach fahren. Erkenschwick gab vor allem in der ersten Halbzeit klar den Ton an und hätte durchaus höher gewinnen können.

 Achtelfinal-Rückspiel, Sonntag, 28. Mai 1978, 15 Uhr (Stadion der Stadt Bieberach)
FV Bieberach - Spvgg. Erkenschwick 3:4 (1:1)
Biespvgg erkenschwick 2014berach: Mast - Schley (67. Oberhauser), Ehrlicher, Stein häuser, Sauter - Markovic logo gelbe karte , Osswald, Pleyer, Huber - Frommer logo gelbe karte , Weisbrich - Trainer: Oberhanns
Spvgg.: Pohlfuß - Pureber logo gelbe karte , Koschmieder, Melis, Deus - Bombusch (43. Häming), Kerkemeier, Horsthemke, Walter, Paus (67. Wortmann), Saak - Trainer: Detlef Brüggemann
Tore: 0:1 Horst Koschmieder (11.), 1:1 Weisbrisch (22.), 1:2 Horst Koschmieder (46.), 2:2 Pleyer (58.), 3:2 Pleyer (65.), 3:3 Horst Koschmieder (74. Foulelfmeter), 3:4 Gisbert Horsthemke (84.)
Schiedsrichter: Dölfeli (Fürth)
Zuschauer: 1.200 (Stadion der Stadt Bieberach)
Gelbe Karten: Markovic, Frommer - Pureber
 1 Chance - 3 Tore!
Die Erkenschwicker machten praktisch aus einer Chance drei Tore, denn bevor Horsthemke das Endresultat sicherstellte, hatte Koschmieder zwei Freistösse und einen Elfmeter verwandelt.

 Damit befanden sich die Erkenschwicker im Viertelfinale der Deutschen Amateurmeisterschaft, wo der nächste Gegner der Vertreter Bayerns war, und zwar ESV Ingolstadt. 
 

 Viertelfinale am 04.06.78 und 11.06.78:

  • VfB Lübeck - FC Rastatt 3:1 0:4;
  • SV Baesweiler - SV Sandhausen 1:4 und 1:2;
  • Eintracht Kreuznach - Eintracht Frankfurt Amateure 1:1 und 0:1;

 der jeweils fettgedruckte Verein erreichte das Viertelfinale

 Viertelfinal-Hinspiel, Sonntag, 4. Juni 1978, 15 Uhr (ESV-Stadion):

ESV Ingolstadt - Spvgg. Erkenschwick 1:0 (1:0)
Spvgg.: Pospvgg erkenschwick 2014lfußEsv ingolstadt logo - Pureber, Koschmieder, Melis logo gelbe karte, Deus - Häming, Kerkemeier logo gelbe karte- Horsthemke (70. Wortmann), Walter, Paus, Saak - Trainer: Detlef Brüggemann
Ingolstadt: Mahr - Michalka, Richthammer, Stadler, Zieglmeier, Fischer, Ruhs, Mühldorfer, Bittel, Kreycanowki logo gelbe karte(63. Eckert), Jung - Trainer: Horst Pohl
Tor: 1:0 Herfried Ruhs (39.)
Schiedsrichter: Correll
Zuschauer: 600 (ESV-Stadion)
Gelbe Karten: Krzyanowski - Kerkemeier, Melis

Nur Ruhs fand das Tor

Die Gäste aus dem Kohlenpott fanden schneller zu ihren Spiel und prüften den sicheren Ingolstädter-Keeper Mahr. In der 39. Minute erzielte aber vom Gastgeber der Torschütze vom Dienst Ruhs das einzige Tor des Tages. Das Spiel bei großer Hitze war über die vollen 90 Minuten mit ganz kleinen Phasen Unterbrechung schnell, rassig und von guten Niveau.

 Viertelfinal-Rückspiel, Sonntag, 11. Juni 1978, 15 Uhr (Stimberg-Stadion)
Spvgspvgg erkenschwick 2014g. Erkensesv ingolstadtchwick - ESV Ingolstadt 2:4 (1:2)
Spvgg.: Polfuß - Pureber, Koschmieder, Melis, Deus, Häming, Kerkemeier (62. Wortmann), Horsthemke logo gelbe karte- Walter, Paus, Saak (Randzio) - Trainer: Detlef Brüggemann
Ingolstadt: Mahr - Michalka logo gelbe karte, Stadler, Zieglmeier, Richthammer - Fischer, Mühldorfer, Krzykanowski (81. Wöhrl) - Ruhs, Bittl, Jung (85. Arnold) - Trainer: Horst Pohl
Tore: 0:1 Peter Krzykzanowski (12.), 0:2 Gustav Jung (34.), 1:2 Horst Koschmieder (44.), 1:3 Josef Bittl (59.), 1:4 Michael Richthammer (77.), 2:4 Gisbert Paus (85.)
Schiedsrichter: Wippker (Stolberg)
Zuschauer: 3.500 (Stimberg-Stadion)
Gelbe Karten: Horsthemke - Michalka

 Zerplatzte Träume
Erkenschwicks hochgeschraubten Träume vom Einzug ins Halbfinale wurden jäh zerstört. Denn mit ESV Ingolstadt stellte sich eine Mannschaft vor, die dem Gastgeber nicht nur in allen Belangen überlegen war, sondern zum Hinspiel nie erwarteten Leistungssteigerung verdient auch das Rückspiel zu ihren Gunsten entschied.

 

INFO: Viertelfinale DAM 1978

Das hat es in der 28-jährigen Geschichte der Deutschen Amateur-Meisterschaft noch nie gegeben: Die Vorschlussrunde bestreiten ausschließlich Südvereine.

 

 Vorschlußrunde:

  • SV Sandhausen - FC Rastatt 0:0 und 3:2;
  • ESV Ingolstadt - Eintracht Frankfurt Amateure 1:1 und 2:1 n.V..

 Endspiele (24. Juni 1978 in Ingolstadt und 28. Juni in Sandhausen):

ESV Ingolstadt - SV Sandhausen 1:1 und 0:2.

Deutscher Amateurmeister 1978:

SV Sandhaussv sandhausenen (der erste sportliche Erfolg für den Verein aus Baden-Würtemberg)

 
Pokalsaison 1977/1978

dfbpokalIn der ersten Runde wurde am 17. Juli 1977 auf dem Hertener "Paschenberg" bei den Sportfreunden Herten mit 8:2 Toren gewonnen. Die Ausbeute teilten sich der dreifache Torschütze Walter. Sowie Anders, Horsthemke, Paus, Häming und Falkewitz.

Es folgte überraschend das Pokalaus in der darauffolgenden Runde am 31. Juli 1977. Beim FC Rhade unterlag man mit 0:2 Toren.

Als "Vorgriff" auf die Spielserie 1978/79 wurde auf Kreisebene am 15. Juni 1978 der SV Vorwärts Datteln im Stimberg-Stadion mit 11-0 Toren besiegt. Über 5:0 zur Halbzeit teilte sich die in starker Aufstellung angetretene Stimberg-Elf schiedlichfriedlich 11 Tore, denen Vorwärts Datteln nichts entgegenzusetzen hatte außer einem gewissen Eifer.

Paus war viermal erfolgreich, der Rest ging auf die Konten von Randzio (2), Saak, Koschmieder, Kerkemeier, Horsthemke und Walter (je 1)

DFB-Pokalsieger 1977/1978:

11fc koeln. FC Köln (2:0-Finalsieg am 15. April 1978 im Gelsenkirchener Parkstadion gegen Fortuna Düsseldorf). Mit der Titelverteidigung und der gleichzeitigen Deutschen Meisterschaft erreichte der 1. FC Köln 1978 das Double.

 
 Ergebnisse Freundschaftsspiele 1977/1978
 
Wappen Datum Gegner Ergebnis

  

Auswahl Burlo / Raesfeld (A) 2:1
bsv_menden 24.07.1977 BSV Menden (A) 1:0 (0:0)
westfalia herne 1904 1977  27.07.1977 SC Westfalia Herne (FC Platz in Rapen) 1:2
germania_datteln  03.08.1977 SV Germania Datteln (A) 3:2 (2:1)
vfb_bottrop  07.08.1977 VfB Bottrop (FC Platz in Rapen) 1:0 (0:0)

vsf amern

VsF Amern (A) 3:2
1fc_bocholt 17.09.1977 1. FC Bocholt (H) 3:3
wattenscheid 19.11.1977 SG Wattenscheid 09 (H) 2:4 (1:3)
vfb waltrop 17.12.1977 VfB Waltrop (A) 3:1 (1:0)
bw wulfen Blau.Weiß Wulfen (A) 3:2
 BILANZ: 10 Spiele, 7 Siege, 1 Unentschieden, 2 Niederlagen, 22:17 Tore
 
zur Saison 1978/1979
 

Quellenverzeichnis:

  • Chronik der Spvgg. Erkenschwick
  • Ausgaben des Kicker-Sportmagazin der Saison 1977/1978 
  • Archiv Medienhaus Bauer

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