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Das Jahr 1922 kann man als Gründungsjahr der heutigen "Spielvereinigung Erkenschwick" angesehen werden.
Im Spieljahr 1922/24 war der Zusammenschluss (Fusion) bereits vollzogen und fortan existierte nur noch der Name "Spielvereinigung 1916 e.V. Erkenschwick". |
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Ligareform im Jahr 1922
Änderungen des Klassensystem waren in dieser Zeit beim deutschen Fußballbund nichts Außergewöhnliches und wiederholten sich in regelmäßigen Abständen von cirka fünf Jahren. Für die Jahre 1922 bis 1926 hatte der Westdeutsche Spielverband (WSV) beschlossen, nach den den Regeln des sogenannten "Neuen Weges" zu verfahren: eine Ligasaison wurde auf zwei Jahre verteilt (also erstmals zwischen 1922 und 1924), zudem sollte es nur alle vier Jahre einen Auf- und Abstieg geben. Der WSV hoffte dadurch, Emotionen und Aggressionen auf dem Spielfeld und auf den Zuschauerrängen zu dämpfen. |
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| Saisonverlauf B-Klasse des Bezirks Recklinghausen (Spielzeit 1922 bis 1924) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Der fusionierte Verein Erkenschwick-Oer belegte nach der ersten Halbrunde 1922/23 bei zehn Spielen mit nur zwei Siegen eine deprimierenden letzten Platz. Nach dem Reglungen des neuen Weges bedeutete dies jedoch kein Abstieg.
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Durch diese Maßnahme reduzierte sich die B-Klasse um folgende Vereine, die alle nördlich der Besatzungsgrenze lagen:
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*INFO: Ruhrbesetzung Die Ruhrbesetzung die Okkupation der bis dahin unbesetzten Teile des Ruhrgebiets durch Besatzungstruppen Frankreichs sowie Belgiens ab Anfang 1923 bis 1925. Die Krise in der Zeit der Weimarer Republik markiert den Höhepunkt des politisch-militärischen Konfliktes um die Erfüllung der alliierten Reparationsforderungen nach dem Ersten Weltkrieg zwischen dem Deutschen Reich und den Siegermächten, besonders Frankreich. Auch die Zeche Ewald-Fortsetzung wird besetzt, und die Bevölkerung muß Einschränkungen und Reppressalien hinnehmen. |
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Sportlicher Verlauf nach der Neueinteilung: Die Spielvereinigung Erkenschwick übernahm am 9. Februar 1924 durch einem 3:0-Sieg gegen den "Fußballverein" Recklinghausen, die Führung in der B-Klasse und verteidigte sie bis zum Ende. Aber es entschied tatsächlich das letzte Spiel: Durch einen gewonnenen Einspruch gegen die Spvgg. musste auf neutralen Boden in der Hibernia Kampfbahn in Recklinghausen nochmals gegen TV Recklinghausen gespielt werden. Das entscheidende Aufstiegsspiel am 6. April 1924 gegen den TV 1863 Recklinghausen-Ost wurde sicher mit 3:0 gewonnen. Die Tore schossen Nowak, Eising und Pastory. Das Losungswort "11 Freunde müsst ihr sein, wollt ihr Siege erringen" hatte wiederum Früchte getragen. |
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| Tabelle B-Klasse Bezirk Recklinghausen (Saisson 1922/1924) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Das bedeutete die erste Meisterschaft für die Spvgg. Erkenschwick in der noch jungen Vereinsgeschichte! |
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Nach nur vierjähriger Zugehörigkeit zum Westdeutschen Verband konnte der Fusionsverein seine erste Meisterschaft in der Vereinsgeschichte und den Aufstieg in die A-Klasse feiern. Endlich war man drittklassig und auf Augenhöhe mit Germania Datteln und Preußen Hochlarmark. Im Rennen um die Meisterschaft hatte man auch die beiden Zechenmannschaften und Gemeindenachbarn Röllinghausen und König-Ludwig noch abgehängt. Aufgrund dieser stolzen Erfolge in den Jahren 1922 bis 1924 wuchs die Vereinsmitgliederzahl zusehends. |
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INFO: Inflation bedroht Existenz von Vereinen und Sportverbänden
Im September werden alle Vereine des Bezirks aufgefordert, die Gebühren für den September umgehend zu zahlen: Gauliga 10 Million, Kreisliga 8, A-Klasse 6, B-Klasse 4 Millionen Reichsmark. |
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Quellenverzeichnis:
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Neben den "Sportfreunden Erkenschwick" bestand in der Nachbarschaft noch ein Verein mit dem Namen "Blau-Weiß Oer". Zu Recht erkannte man bald, dass ein Zusammenschluss beider Vereine die Spielstärke und somit auch das gesamte Vereinsleben nur stärken und festigen könne. Der Gedanke einiger beherzter Männer wurde kurzfristig in die Tat umgesetzt.
Unter normalen Zeitverhältnissen hätte man auch die Rückrunde 1923/24 mit gleicher Zusammensetzung zu ende gespielt. Die Ruhrbesetzung* veränderte jedoch die Situation völlig und brachte den Bezirk Recklinghausen dazu, zur Sicherstellung des Spielbetriebes die außerhalb der besetzten Zone liegenden Vereine anderen Bezirken zu unterstellen.
Durch die hohe Entwertung der deutschen Reichsmark ist die Finanzierung des Westdeutschen Spiel-verbandes durch die Kopf- Mannschaftssteuer nicht mehr ausreichend gewährleistet. Die Lösung: Einführung einer dreiprozentigen Wettspielabgabe auf alle Meisterschaftsspiele.